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Dein emotionales Herz

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Dein emotionales Herz

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Videoinhalt

Einstimmung Schön, dass du heute hier bist. Komm in eine aufrechte Sitzhaltung. Die Hände liegen auf den Knien, die Augen sind geschlossen. Wir beginnen mit dem Adi Mantra: Ong Namo Guru Dev Namo – dreimal. Damit stimmen wir uns auf die innere Weisheit ein und öffnen uns für das, was heute kommt.

Das emotionale Herz Das Herz ist nicht nur ein Organ. In der yogischen Tradition ist es das Zentrum unseres emotionalen Lebens – das Anahata Chakra, das „unstruck"-Chakra. Hier sitzt unsere Fähigkeit zu lieben, zu fühlen, zu verbinden. Viele von uns tragen das Herz eng verschlossen – durch Verletzungen, durch Schmerz, durch die Angst, wieder zu spüren.

Das Herz öffnen Lege beide Hände auf das Herzzentrum, Mitte der Brust. Spür die Wärme deiner Hände. Atme tief in diesen Bereich ein. Mit jedem Einatmen nimmst du dir Raum. Mit jedem Ausatmen lässt du ein wenig mehr los. Wenn Emotionen auftauchen – lass sie. Das Herz darf alles fühlen. Trauer, Freude, Sehnsucht, Dankbarkeit – alles hat seinen Platz hier.

Selbstmitgefühl kultivieren Sag innerlich zu dir: Ich bin gut so, wie ich bin. Ich darf fühlen, was ich fühle. Mein Herz ist groß genug für alles. Wiederhole es im Rhythmus deines Atems. Ein und aus. Ich bin gut so, wie ich bin. Spür, wie diese Worte das Herz berühren.

Abschluss & Sat Nam Lass die Hände langsam sinken. Atme dreimal tief durch. Beim letzten Ausatmen: Sat Nam. Öffne behutsam die Augen. Dein Herz trägt dich – heute und jeden Tag. Wahe Guru.

Begriffe

Kundalini Glossar

Sat Nam
Sanskrit · Urmantra
„Ich bin Wahrheit." Das Grundmantra des Kundalini Yoga. Sat steht für Wahrheit, Nam für Identität. Es wird beim Ein- und Ausatmen still wiederholt und verankert das Bewusstsein im gegenwärtigen Moment.
Anahata
Sanskrit · 4. Chakra
Das Herzchakra – Energiezentrum in der Mitte der Brust. Anahata bedeutet „unberührt" oder „unverletzt". Es ist das Zentrum von Liebe, Mitgefühl, Kreativität und Verbindung. Viele Kriyas zielen darauf ab, dieses Chakra zu öffnen.
Pranayama
Sanskrit · Atemübung
„Prana" bedeutet Lebensenergie, „Yama" Kontrolle oder Ausdehnung. Pranayama bezeichnet gezielte Atemtechniken, die das Nervensystem regulieren, die Lungen stärken und den Energiefluss im Körper lenken. Grundbaustein jeder Kundalini-Praxis.
Feueratem (Breath of Fire)
Kundalini Yoga · Atemtechnik
Schnelle, gleichmäßige Atemstöße durch die Nase – Einatem und Ausatem gleich lang. Der Bauch pumpt aktiv. Feueratem reinigt das Blut, weckt die Energie, stärkt das Nervensystem und löst emotionale Blockaden. Nicht geeignet in der Schwangerschaft.
Kriya
Sanskrit · Übungssequenz
Eine vollständige Abfolge von Körperhaltungen, Atemübungen und Mantras, die als Einheit wirken. Jede Kriya hat eine spezifische Wirkung – etwa für das Nervensystem, die Organe oder emotionale Themen wie Angst oder Kreativität.
Mudra
Sanskrit · Handgeste
Eine symbolische Haltung der Hände oder des Körpers. Mudras lenken die Energieströme (Prana) im Körper. Bekannte Mudras im Kundalini Yoga: Gyan Mudra (Weisheit), Anjali Mudra (Dankbarkeit), Shuni Mudra (Geduld).
Shavasana
Sanskrit · Entspannungshaltung
„Totenhaltung" – flach auf dem Rücken liegend, Arme locker neben dem Körper, Handflächen nach oben. In dieser Haltung integriert das Nervensystem alle Eindrücke der Praxis. Oft als wichtigste Übung der ganzen Stunde bezeichnet.
Chakra
Sanskrit · Energiezentrum
„Rad" oder „Kreis". Im Yoga bezeichnet es eines der sieben Hauptenergiezentren entlang der Wirbelsäule – vom Wurzelchakra (Muladhara) bis zum Kronenchakra (Sahasrara). Kundalini-Energie steigt durch diese Zentren auf.
Kundalini
Sanskrit · Lebensenergie
„Die Gewickelte" – eine schlafende Energie, die bildlich am unteren Ende der Wirbelsäule (Wurzelchakra) ruht. Kundalini Yoga weckt diese Energie durch Kriyas, Atemübungen und Mantras, damit sie die Wirbelsäule aufsteigen und das Bewusstsein erweitern kann.
Prana
Sanskrit · Lebensatem
Die universelle Lebensenergie, die in allem vorhanden ist. Im menschlichen Körper fließt Prana durch feinstoffliche Kanäle (Nadis). Pranayama-Übungen stärken und lenken diese Energie. Ein gut gefülltes Pranafeld zeigt sich in Vitalität, Klarheit und Kreativität.
Drittes Auge (Ajna)
Sanskrit · 6. Chakra
Das Stirnchakra, Sitz der Intuition und inneren Wahrnehmung. Im Kundalini Yoga richtet man den inneren Blick oft auf diesen Punkt – den Raum zwischen den Augenbrauen. Dies fördert Fokus, Klarheit und die Verbindung zum höheren Selbst.
Ego Eradicator
Kundalini Yoga · Übung
Eine klassische Kundalini-Übung: Arme in 60°-Winkel gehoben, Daumen nach oben, Feueratem. Sie öffnet die Lungen vollständig, stärkt das Nervensystem und hilft, einschränkende Denkmuster des Egos aufzulösen – ein Schlüssel für kreatives Denken und innere Freiheit.